SHOW / EPISODE

Ep.: 5 "Ich bin nicht das Sozialamt" - Selbsttherapie, Individualismus, Selbstverwirklichung, Wut

55m | Aug 2, 2021

Cool, dass du zuhörst! In dieser Folge befand ich mich zu Beginn einer hypomanischen Phase (also ich war erregt, sehr aktiv und voller Tatendrang/Energie, hatte Gedankensprünge, war gereizt, und verspürte ein stark erhöhtes Redebedürfnis und noch etwas mehr).

Aufgrund dessen ist es etwas schnell und durcheinander, ich habe mich aber bemüht es so zu schneiden, dass man meine Aussagen besser verstehen und die Zusammenhänge(leichter) erkennen kann.

Gleichzeitig bin ich, wie immer darum bemüht die Atmosphäre nicht zu verändern, sondern wirklich nur das Zuhören zu erleichtern.

Glossar:

Alfred Adler: (1870-1937); mit Sigmund Freud und Carl Gustav Jung Pionier der Tiefenpsychologie; Begründer der Individualpsychologie; zunächst Augen- und Allgemeinarzt, später spezialisiert er sich in Neurologie und Psychiatrie; Mit

Gedankenreihe „Minderwertigkeitsgefühl – Kompensation – Überkompensation“ zur Analyse des neurotischen Charakters.

(Ich werde vermutlich noch eine Folge zu ihm machen, allerdings wird das noch etw. dauern)

Attribution/Attribuierung in der Sozialpsychologie:

Im weitesten Sinne schließt Wahrnehmung immer auch attributive Komponenten ein, denn der Mensch sieht nie die Realität, wie sie ist, und er sieht sie auch nie vollständig, denn er rekonstruiert sie aktiv, selektiv bzw. hypothesengeleitet. (Stangl, 2021).

Attributionen sind (unmittelbare/unbewusste) Zuschreibungen.

Wenn man Personen mit Eigenschaftsbegriffen beschreibt, ihnen bestimmte Fähigkeiten, Handlungsmotive oder Absichten zuschreibt, so werden diese attribuiert.

Kausalattributionen versuchen die Ursachen für eingetretene Ergebnisse, dem eigenen und Verhalten anderer Personen zu identifizieren.

Ziel: soziale Umgebung und sich selbst verstehbar, vorhersehbar und kontrollierbar zu machen.

Attributionen sind epistemisch (sie sind auf das Wissen oder eine bestimmte Erkenntnis des Einzelnen, ausgehend von der derzeitigen Situation, bezogen.) denn die Merkmale sind nicht direkt beobachtet, sondern werden erschlossen.

Internale Attribution: Bezeichnet die Zuschreibung von Fähigkeiten, Ereignissen, Umständen und/oder Ursachen auf die eigene Person/Persönlichkeit/Fähigkeiten.

Z.B.: Sich selbst die Schuld für etw. geben; seiner eigenen Bindungsunfähigkeit die Ursache für die Scheidung zuzuschreiben; das Erreichen der Umsatzziele auf die eigene Disziplin/Kreativität etc. zurückführen, Lottogewinn auf das eigene Karma/die eigene löbliche Persönlichkeit zurückführen.

Externale Attribution: Bezeichnet die Zuschreibung von Fähigkeiten, Ereignissen, Umständen und/oder Ursachen auf Faktoren außerhalb der eigenen Person (des persönlichen Wirkbereichs). Die Person gibt sich nicht selbst die Schuld oder das Lob für Dinge/Taten/Umstände und übernimmt keine persönliche Verantwortung.

Oft haben diese Personen ein wenig ausgebildetes Gefühl des Wirkmachtgefühls (Selbstwirksamkeit), d.h. sie fühlen sich machtlos bzw. kontrolllos bezüglich des eigenen Lebens/Wirkens. Es kann auch ein Schutzmechanismus und ein erlerntes Muster sein.

Z.B.: Das war nur Glück; bei guter Leistung die Trainer/Lehrer verantwortlich machen, anstatt den Erfolg auf die eigene Disziplin, Ausdauer, Fähigkeit oder gute Form zurückzuführen; bei verhauenem Test oder zu spät abgegebenen Projekt den Lehrer/Chef/Mitarbeiter verantwortlich machen.

Personen können auch unterschiedliche Dinge unterschiedlich attribuieren. Z.B. 1. Erfolg internal und Scheitern external oder 2. anders herum. Solche Muster sind typisch für z.B. 1. Narzissmus oder 2. Depressionen.

Hegemonie: Dominanz einer Gruppe über eine andere. Machtgefälle zwischen zwei Gruppen.

Primärer Krankheitsgewinn/innerer Krankheitsgewinn: Innere oder direkte Vorteile, der Symptome des Kranken: z. B. kann er dadurch als unangenehm empfundenen Situationen oder Konflikten aus dem Weg gehen kann; das man vor der Prüfung/Vortrag/Verhandlungsgespräch/Auftritt krank wird.

Sekundärer Krankheitsgewinn/äußerer Krankheitsgewinn: Besteht in den äußeren Vorteilen, die der Kranke aufgrund bestehender Symptomen erfährt. Z.B. vermehrte Aufmerksamkeit und Beachtung durch seine Umwelt; die Möglichkeit, im Bett bleiben zu können und dort Nahrung serviert zu bekommen.

Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn können etwas oder vieles über die Psyche und eventuelle (tiefer liegende) Ursachen/Probleme verraten (insbesondere bei psychiatrischen Erkrankungen).

Tertiärer Krankheitsgewinn: Besteht in Vorteilen für die Umgebung des Erkrankten. Bsp.: Angehörige die, die zu erbringende Pflege als Bereicherung empfinden, da er gebraucht/machtvoll/besonders fühlt.

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UnOptimized - Für alle Psychos und solche die es werden wollen
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